KARMA – Projekt Wilhelm Bleyle Str. 1 – Büroimmobilie

Optimierung der Laufleistung einer Lüftungsanlage

Bewertung der Energieeffizienz
einer Lüftungsanlage
für ein Büro mit 900 qm Nutzungsfläche

Das Projekt

Ein Kunde ist seit zwei Jahren Mieter einer Bürofläche von 1.800 qm, verteilt auf vier Etagen. Das Objekt, Baujahr 2016, hat eine große Lüftungsanlage verbaut. Der Mieter vermutet, dass diese nicht anhand der tatsächlichen Gebäudenutzung eingestellt ist, damit kontinuierlich einen nicht notwendigen Stromverbrauch verursacht und beauftragt KARMA mit dem Monitoring der Anlage.


Die Zielsetzung

Der Mieter hat sich zum Ziel gesetzt die Energieeffizienz zu erhöhen, die Stromkosten im Betrieb zu reduzieren und den CO2-Ausstoß des Gebäudes zu senken.
Dafür sollen im ersten Schritt die Effizienzpotenziale der Lüftungsanlage identifiziert werden.

Energie-Monitoring seit 2021:
Bürofläche von 1.800 qm
auf 4 Etagen,
Baujahr 2016

Die Projektumsetzung

Die KARMA Ingenieure installieren ein separates, dauerhaftes Monitoring der Anlage in einer 5-Minuten Taktung. Durch spezifische Sensoren, die unkompliziert nachgerüstet werden können, war die Installation inklusive Konfiguration der KARMA Software innerhalb von drei Stunden vollständig abgeschlossen.

Das Fazit

Nach nur acht Wochen Datenerfassung und Analyse konnten die Ingenieure von KARMA ein erstes Fazit ziehen:


1. Verbrauch

Aufgrund der coronabedingten Homeoffice-Situation waren die Büroflächen schwach belegt. Gemäß Norm müsste ein durchschnittlicher Verbrauch von 7 kWh/qm pro Jahr als effizient eingestuft werden - monatlich demnach 0,58 kWh/qm.

Die über KARMA erhobenen Daten wiesen allerdings einen monatlichen Verbrauch von 0,91 kWh/qm auf. Im Vergleich zur Norm und auf das Jahr gerechnet, ergibt das einen Verbrauch von rund 10,92 kWh/qm. Damit liegt der Verbrauch der Lüftungsanlage 3,92 kWh/qm pro Jahr über der Norm. Auf die Gesamtfläche (1.800 qm) berechnet ergibt dies einen jährlichen Mehrverbrauch von 7.056 kWh. Dies entspricht Stromkosten In Höhe von 1.764 € pro Jahr (0,98 € pro Jahr pro qm) und einem CO2-Ausstoß von rund 2,8 Tonnen.


2. Betriebszeiten

Ebenfalls betrachtet wurden die Betriebszeiten. Eine Lüftungsanlage in einem Büroobjekt sollte durchschnittlich pro Jahr 2.200 Stunden im Betrieb sein. Nach 12 Wochen KARMA Einsatz konnte für die Lüftungsanlage eine Betriebszeit von hochgerechnet 6.205 Stunden jährlich nachgewiesen werden – und damit rund 4.000 Stunden pro Jahr mehr, als es der Richtwert vorsieht.


3. Betriebszeiten im Detail

Diese Erkenntnis veranlasste den Kunden dazu, die Laufzeiten im KARMA System detailliert zu analysieren.

Die Daten zeigten auf, dass die Lüftungsanlage meist zwischen 04.00 Uhr und 05.00 Uhr den Betrieb aufnahm und zwischen 21.00 und 22.00 Uhr automatisch herunterfuhr.
Für gewöhnlich wird das Büro jedoch erst ab 07.00 bzw. 08.00 Uhr und bis 18.00 bzw. 19.00 Uhr genutzt.

Ebenfalls konnte aufgezeigt werden, dass die Lüftungsanlage an Samstagen und Sonntagen nahezu denselben Verbrauch aufweist wie von Montag bis Freitag. Gewöhnlich steht das Gebäude an Wochenenden jedoch leer. Anhand den Daten konnte damit das Einsparpotenzial berechnet werden:

Würde die Lüftungsanlage anhand der Gebäudenutzung korrekt eingestellt, beträgt das Einsparpotential 8.176 kWh pro Jahr – und damit bis zu 2.044 €.

Nach einer insgesamt 7-monatigen Projektphase wurde anhand den KARMA Ergebnissen eine Neueinstellung mit dem Lüftungshersteller, dem Verwalter und den Ingenieure von KARMA vorgenommen. Die Reduzierung des Stromverbrauchs der Lüftungsanlage war anschließend unmittelbar über das KARMA Monitoring nachvollziehbar:

Verbrauch vor Umstellung:
Verbrauch nach Umstellung:

Das Ergebnis

Nach dreimonatiger Analyse der Lüftungsanlage konnte von KARMA festgestellt werden, dass die Lüftungsanlage innerhalb den Betriebszeiten für die Auslastung überdimensioniert ist, im Wochenverlauf nicht optimal entsprechend der Gebäudenutzung eingestellt ist und am Wochenende unter nahezu gleicher Last läuft. Alle drei Faktoren wurden durch eine Neueinstellung der Lüftung angepasst.

Das Ergebnis: Insgesamt wurden bislang pro Jahr ca. 15.232 kWh Strom mit der Lüftung zu viel verbraucht. Dies entspricht dem Jahresstromverbrauch von sechs 1-Personen-Haushalten, einem CO2-Ausstoß von 6,1 Tonnen CO2 (Basis Faktor 0.401) und Mehrkosten in Höhe von 3.808 € (2,11 € pro qm) für den Gebäudenutzer.

Durch die nun zukünftig jährlich wiederkehrende Einsparung war das Projekt mit KARMA bereits nach nur neun Monaten amortisiert.

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